Blog ScharfesMesser

.....eine Form von Leidenschaft

Monat: April 2019

Die SWIZA Welt

Das SWIZA-Logo mit dem weißen Kreuz auf rotem Grund ist ein klarer Hinweis auf die starke Verbundenheit der Marke mit ihren helvetischen Wurzeln. Mit der Eröffnung der Baselworld 2015 hat sich die Marke ein neues Erscheinungsbild zugelegt – ein Schlüsselmoment in der Geschichte der Marke, die zu genau diesem Zeitpunkt einen Kurswechsel vollzog. Als Fabrikant von Weckern und Tischuhren mit über 110-jähriger Uhrmachertradition behauptet sich SWIZA nun seit Beginn dieses Jahres auf dem Armbanduhren- und Koffermarkt und wird künftig auch im Taschenmesser Markt stark präsent sein.

Das in Delémont ansässige Unternehmen verdankt seine neue Ausrichtung den beiden sich gut ergänzenden, dynamischen Machern Peter Hug und Florian Lachat. Ersterer hat in der Uhren- und Messerindustrie Karriere gemacht, letzterer ist ein im Schweizer Jura allbekannter Unternehmer. Gemeinsam sind sie die Wette eingegangen, die über 120-jährige klassische Taschenmesser Tradition mit einem Taschenmesser in modernem Design zu vereinen.

SWIZA-Produkte werden ihren Trägern ein treuer Wegbegleiter im Alltag sein, sei es auf einem Fußmarsch, einer Radtour, zu einem Picknick oder bei der Arbeit. Sie sprechen deshalb Zielgruppen jeden Alters und in allen Berufssparten an. Leicht bedienbar, zuverlässig, schön und funktionell entsprechen sie dem Schweizer Zeitgeist. Die Liste der SWIZA-Kreationen ist aber noch lange nicht erschöpft: In den nächsten Monaten dürfen weitere Neuheiten erwartet werden.

SWIZA erfindet das legendäre Schweizer Taschenmesser neu
Die Schweiz hat ein neues Messer! Zum ersten Mal seit langer Zeit erfindet eine Marke das legendäre Schweizer Messer neu. Heute hat SWIZA – eine berühmte Uhrenmarke mit über 110-jähriger Tradition – diese neuste Entwicklung aus dem Jura erstmals und weltweit exklusiv in Lausanne und Zürich präsentiert. Das neue Schweizer Messer ist eine durchdachte Kombination aus modernem, von einem Zürcher Büro entworfenem Design und mehreren innovativen Funktionen, die sich vor allem durch ein Klingenarretierungssystem und durch leichte Bedienbarkeit für Links- und Rechtshänder auszeichnen. Ob in leuchtendem Rot, Husky-eyes-Blau, Schneeweiss oder Graphitschwarz – die vier Farbvarianten entsprechen ganz und gar den Landschaftskulissen des Schweizer Juras.

Schweizer Jura-Know-how und Zürcher Design
Die Tradition der Fabrikation von Messer ist Teil der industriellen Geschichte des Juras und Swiza ist stolz darauf, dieser auf feinste Art neues Leben einzuhauchen. Entsprungen aus einer Idee des Swiza-Führungsteams in Delémont, zusammen mit dem Zürcher Designbüro estragon skizziert und entwickelt. Von Spezialisten mit umfassendem Know-how und unter Einhaltung höchster Schweizer Qualitätsstandards im Kanton Jura fabriziert, verbindet dieses Taschenmesser auf vollkommenste Weise jahrhundertjährige Tradition mit zeitgemäßem Design.

Durchdacht und unverzichtbar
Die kühnen Kurven, Materialien und Farben verführen auf den ersten Blick durch ihren schelmischen Charakter, während der ergonomisch geformte Messergriff mit strapazierfähiger Anti-Rutsch-Oberfläche eine intuitive Handhabung erleichtert. Durch die leichte Krümmung des Messers sind die perforierten Werkzeuge mühelos aufklappbar. Das im Messergriff schlau integrierte Schweizer Kreuz – Symbol der Marke Swiza – ist viel mehr als ein reines Erkennungszeichen: Ein neu entwickeltes Klingenarretierungssystem – ganz außergewöhnlich für ein Taschenmesser dieser Größe – garantiert dem Nutzer erhöhte Sicherheit.

Bis zu 11 verfügbare Funktionen
Neben einer extra robusten, rostfreien Messerstahl-Klinge aus Edelstahl 440, welcher auf 57 HRC gehärtet wurde, machen andere ebenso praktische wie klar durchdachte Werkzeuge aus diesem Taschenmesser einen unverzichtbaren Wegbegleiter bei den täglichen Abenteuern: ein Sommelier-Korkenzieher mit 5 Windungen, ein Schlitz- und Kreuzschlitzschraubenzieher, eine Stech- und Bohrahle mit messerscharfem Schliff, ein Allzweck-Kapselheber, ein Dosenöffner und eine Pinzette mit abgeschrägter Spitze, die höchste Präzision gewährleistet. Das mit 4 bis 6 Werkzeugen ausgestattete Messer ist je nach individuellen Nutzerbedürfnissen in vier Varianten erhältlich.

Nach unserer ersten Nacht im Freien

Wunderbares Wetter, herrlich für eine ausgiebige Osterwanderung mit den Kindern. Und dann der Höhepunkt beim gemeinsamen Lagerfeuer am See. Noch ohne Mücken. Wir schnitzen unsere Stöcke, halten sie teigumwickelt in das Feuer, Jenny hat die Gitarre dabei. Zufrieden, satt und herrlich müde wickeln wir uns in die Schlafsäcke….ein guter Tag geht zu Ende.

Nach einer frischen, aber nicht kalten Nacht schnippeln wir zusammen unser Frühstück. Alles was noch wir noch an Essen im Bollerwagen finden kommt in die Pfanne. Nochmals das Feuer entfacht, brutzeln Kartoffeln, Karotten, Tomaten…..und noch ein paar Eier vor sich hin.

Spaziergang am Nachmittag

Schnitzen, Kinder und Messer?

Wer kennt nicht die Geschichten von Michel aus Lönneberga, dem Lausbub, der seine Eltern auf Trab hielt und viele Auszeiten im Schuppen verbringen durfte. Viel Zeit verbringt er dort mit Schnitzen von tollen kleinen Figuren, obwohl er erst fünf Jahre alt war.

Mein Töchter bekamen ihr erstes eigenes Messer für den Waldkindergarten auch ungefähr in diesem Alter. Zuhause durften sie ihre ersten Schnitzerfahrungen bereits mit drei machen. 

DAS richtige Einstiegsalter zum Schnitzen mit Kindern gibt es nicht. So eine grobe Richtlinie sind fünf bis acht Jahre. Zum Schnitzen gehört auch Kraft, und wenn das Kind die Klinge nicht selbständig auf- und einklappen können, wird die Kraft vermutlich auch nicht ausreichen einen Span vom Stock weg zu schnitzen.

Entscheidend beim Umgang mit dem Messer ist es jedoch, dass das Kind Interesse am Schnitzen hat und einige Regeln einhält:

  1. die Klinge muss scharf sein! Ein stumpfes Messer macht keinen Spaß, man muss fester drücken und damit erhöht sich die Gefahr abzurutschen. 
  2. frisches grünes Holz ist leichter zu schnitzen, es ist weich und besser zu verarbeiten. Aber bitte nie in den Baumstamm ritzen.
  3. Klare Regeln: erlaubt ist Schneiden und Schnitzen. Kein rum albern und Hacken, Stechen oder sonstigen Blödsinn.
  4. Wer schnitzt, der sitzt. Und dann erst wird das Messer geöffnet oder aus der Scheide genommen.
  5. Gemeinsames Schnitzen macht Spaß, aber dabei auf genügend Abstand zum Nachbar achten. 
  6. Immer vom Körper weg schnitzen. Dabei auch die Umgebung im Blick haben.
  7. Nach dem Schnitzen das Messer wieder einklappen oder in die Messerscheide stecken. Nur so wird es an andere weiter gegeben.
  8. nach dem Gebrauch das Messer reinigen und abtrocknen.
  9. Speziell für Erwachsene: ihr seid verantwortlich, dass die Kinder den richtigen Umgang mit dem Messer lernen. Ihr seid Vorbild. Und ihr solltet die Kinder nicht unbeaufsichtigt lassen.

Typische Kindermesser unterscheiden sich zu herkömmlichen Messern dadurch, dass sie eine abgerundete Spitze haben, die vor Stichverletzungen schützen sollen. Die Messer sind etwas kleiner als unsere normalen Messer, sie wurden mit kleinerem Griff und einer kürzeren Klinge speziell für Kinderhände gemacht.


Opinel Kindermesser Nr. 7 OUTDOOR JUNIOR blau

Ob ein Messer das Messer eine stabile, feststehende Klinge mit Handschutz (z.B. die tollen Messer von Morakniv) oder ein Taschenmesser mit arretierbaren Klinge (z.B. Messer von Opinel) hat, entscheidet meist eurer persönlicher Geschmack und individuellen Anforderungen. Wir von MeinKindermesser haben eine große Auswahl an scharfen, tollen bunten Kindermesser.

Vegetarier und Ausbeinmesser

Ein kritischer Mensch und mittlerweile guter Kunde fragte mich mal, vielleicht zurecht, warum ich als Vegetarier auch Tranchier-, Filetier- oder Ausbeinmesser verkaufe. Nun ja, erstens ist das für jeden eine freiwillige Entscheidung und jeder hat seine Gründe. Und zweitens gibt es einfach hervorragende Messer für jeden Zweck. In der Küche werkeln und schnippeln, am besten in netter Gesellschaft und einem Glas Wein (Biolek ist nicht vergessen), das Zischen und Bruzzeln und die Diskussion darüber, ob noch ein Thymianzweig zum Braten gehören muss, die Vorfreude darüber, wenn das scharfe Messer durch das zarte Fleisch, ab und zu gekauft beim Biobauer, gleitet, der erste Bissen, das kann ich mir auch als Vegetarier gut vorstellen.
In unserer Küche benützen wir dafür fast nur noch Messer von Opinel.

TYPISCH FRANKREICH: DAS TRADITIONSMESSER OPINEL

Scharfer Kult. Sie sind unsere Nachbarn, doch wie gut kennen wir sie wirklich? Das ARTE Magazin folgt zur Wandersaison im Oktober dem lebenslangen Begleiter jedes Franzosen: dem Traditionsmesser Opinel.
Bis nach Santiago de Compostela sind es Tausende schweißtreibende Kilometer. Der Jakobsweg ist eine körperliche und geistige Herausforderung. Wenn es darauf ankommt, zieht der Deutsche sein multifunktionales Schweizer Taschenmesser mit weißem Kreuz auf rotem Grund aus der Tasche – inklusive Mini-Schere, Nagelfeile und Pinzette zum Herausnehmen, die nie benutzt wird, aber irgendwie doch immer verloren geht.
Der Franzose braucht einzig sein Opinel. Eine Klinge, der Griff aus Buchenholz, genau eine Funktion: schneiden. Und das seit 125 Jahren. Anno 1890, dem Jahr übrigens, nach dem auch das erste klappbare Modell der Schweizer Armee benannt ist, erfand der 18-jährige Joseph Opinel das Messer in den französischen Savoyen. Seitdem ist es zum Kulturgut Frankreichs avanciert. Jedes Kind kennt es: „mon premier Opinel“, das Einstiegsmodell mit abgerundeter Klingenspitze. Über 300 Millionen Mal wurden die Messer in der ganzen Welt verkauft. Das
Opinel hat sogar den Schweizer Alleskönner überholt und auch Deutschland erobert. Schon 1985 wählte das Victoria and Albert Museum in London das
Opinel unter die 100 am besten designten Objekte der Welt – zusammen mit der Rolex und dem Porsche 911.
Das Design des Opinels mag zeitlos sein, doch man sieht ihm die Streifzüge mit seinem Besitzer bald an: Auf dem Buchengriff formt sich recht schnell eine Patina in Fingerform, die garantiert rostende Klinge bekommt braune Spuren und mit ihr das darauf eingravierte Markenlogo der „gekrönten Hand“. Und wie wäscht man so ein Messer aus Holz und Stahl? Eben: gar nicht!
Der echte Connaisseur steckt das dreckige Messer in den Boden und wischt dann lässig den Schmutz ab. Die drehbare Sicherungsschelle, die „virole“, die das Zurückklappen auf die Finger verhindern soll, ist komplett verklemmt von Rost, Erde oder Sand, die Kohlenstoffstahlklinge stumpf. Der Deutsche wird nach dem Pilgermarsch sein Messer, das er immer gewissenhaft gewaschen und abgetrocknet hat, in perfektem Zustand in die Schublade legen. Der Franzose behält sein Arbeitswerkzeug, das „outil“, in der Hosentasche. Wenn der Enkel dann fragt, wie der Jakobsweg war, kann der Franzose erzählen, woher die Erde stammt, die in der „virole“ steckt. Erklären, wie mit ihm das Messer gealtert ist. Er wird sagen, dass jeder Schnitt, jeder Schritt auch, seine Spuren hinterlässt. Er wird seinem Enkel so die Liebe für dieses so wunderbar unperfekte Opinel mitgeben.
Dem Deutschen bleibt sein sauberes Messer, glänzend, aber doch glanzlos – mit Zahnstocher, Dosenöffner und fehlender Pinzette.
Julien Wilkens für das ARTE Magazin

Ein kluger Gegenstand

Ein Taschenmesser ist ein kluger Gegenstand, im Gegensatz z.B. zu einem Bleistiftspitzer, der ein dummer Gegenstand sei. Das sagt Wolfgang Schmidbauer in der „Zeit“. Seine Mutter habe den Bleistift mit einem Messer angespitzt. Wer das mache, müsse Umsicht entwickeln, seine Kraft dosieren, exakt arbeiten – aber könne dadurch auch die Spitze des Bleistifts feiner anspitzen.

Wichtiger als Muskelkraft ist Schärfe. Der Schreiner oder Koch müssen immer darauf achten, sehr scharfes Werkzeug zu haben. Eine stumpfe Klinge kostet Kraft und man kann nicht exakt arbeiten. Nichts aber ist gefährlicher als mit stumpfen, ungenauem Werkzeug zu arbeiten.

Das gilt selbstverständlich auch für Kindermesser.

Opinel-Messer z.B lassen sich hervorragend und einfach nachschleifen. Dazu braucht es nicht viel, ein einfacher Wetzstein kann genügen.

Umgang mit Messer

Sicher gibt es viele Möglichkeiten Taschenmesser auf- und einzuklappen. Die geübten Messerbenützer werden sich keine Gedanken machen und ihr gewohnten Bewegungsabläufe einfach anwenden.
Bei Kinder empfiehlt es sie von Anfang mit einer Methode vertraut zu machen, um mögliche Verletzungen vorzubeugen.
Eine Hand fixiert das Messer mit den vier Fingerkuppen auf der einen und mit Daumen und Handballen auf der anderen Seite. Die Klinge klappt vom Körper weg. Die Klinge wird im Halbkreis herausgezogen. Die Einkerbung auf der Klinge (Nagelhieb) gibt dem Daumen den nötigen Halt.
Das Messer ist dann geöffnet, wenn die Klinge mit einem spür- und hörbaren Klicken einrastet.
Bei den Opinel Messer wird die Klinge mittels Drehring fixiert (Virobloc).
Das Einklappen funktioniert mit dem umgekehrten Ablauf. Wichtig ist die Klinge mit Daumen und Zeigefinger festzuhalten bis zum vollständigen Einklappen. So hat man die Klingenbewegung immer unter Kontrolle und klemmt sich dabei keinen Finger ein.

Sitzhaltung beim Schnitzen
Wer schnitzt, der sitzt. Die Erwachsenen tragen hierfür die Verantwortung und haben Kinder gegenüber die entsprechende Vorbildfunktion.
Immer vom Körper weg schnitzen, dabei auf die Beine achten: entweder seitlich neben den Beinen oder zwischen den gespreizten Beinen.
Die Schnitzbewegung erfolgt gegen den Boden.
Der Schnitzbereich liegt immer vor den Knien.
Ausreichend Abstand zur nächsten Person.
Das Messer stets am Werkstück, und ins Futteral stecken bzw. einklappen, wenn nicht geschnitzt wird.
Ein scharfes Messer ist gefährlich, ein stumpfes Messer kann noch gefährlicher sein.

Sonnentag am Stillen Bach

Gut dass wir immer unser Messer dabei haben. Dieses mal kam Katharinas Laguiole zum Einsatz. Floß schnitzen, Schiffchen schwimmen lassen, welches ist schneller?
Ein paar Infos zu Laguiole Taschenmesser: Klinge, Heft, Ressort (Feder im Rücken des Messers), Biene etc. werden von Schmiede zu Schmiede etwas unterschiedlich verarbeitet. Im Ergebnis unterscheiden sich die Messer leicht in Form und Haptik. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche kleine Schmieden, oft Ein-Mann-Betriebe.
Die Biene/Fliege auf dem Messerrücken gilt als ein Markenzeichen, ist aber traditionell nicht das einzige Motiv, sondern es gibt auch solche mit Stierköpfen oder Jakobsmuscheln usw. Sie dient nicht der Verriegelung der Klinge, sondern nur der Zierde. Weitere typische Kennzeichen sind die individuelle Verzierung des Federrückens und der Klinge mit eingeschliffenen Kerben sowie ein Kreuz, das durch Nägel gebildet wird, die um den mittleren Niet ins Heft eingeschlagen sind. Es wird erzählt, dass Hirten das Messer nachts in die Erde gesteckt haben sollen, um so vor dem Kreuz zu beten.
Ein Laguiole soll man nicht zuschnappen lassen, da die Klinge dann auf der Innenseite der Feder aufschlägt, sondern langsam schließen (frz.: „Ressort silencieux vivra vieux“, d. h. „Leise Feder wird lange leben“).
Als Werkstoff für die Klingen wird überwiegend Schwedenstahl von Sandvik mit der Bezeichnung 12C27, aber auch Damaststahl und Kohlenstoffstahl verwendet. Die Klingen gibt es in polierter oder satinierter Ausführung.
Laguiole-Messer sind sehr beliebte Sammlerobjekte, da es sie in vielen verschiedenen Ausführungen gibt. Verschiedenste Griffschalenbeschläge wie zum Beispiel Edelhölzer, Horn, Elfenbein oder andere – zum Teil sehr teure – Materialien werden verwendet.
Des Weiteren werden auch Essbestecke mit Messern, Gabel, Löffeln und Teelöffeln im typischen Laguiole-Design mit der Biene angeboten. Salatbestecke, größere Messer und Käse-Sets runden das Sortiment ab.